Till von Franken
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Bezirkszeitung - Meldung

Bezirkszeitung Unterfranken

Hier finden Sie aktuelle Berichte aus unserer Bezirkszeitung und den Veranstaltungskalender der Gesellschaften in Unterfranken.

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< 25. Narrennachwuchssitzung in der Herzog-Hedan-Halle Hettstadt
01.02.2010 00:00 Alter: 2 Jahre

Narrenempfang 2010 im Landratsamt Main-Spessart

Am Morgen noch Etatberatungen, am Abend Narrenparade. So sah es im Sitzungssaal des Landratsamtes Main-Spessart am Montag aus, denn jeweils vier Vertreter der Fastnachtsvereine aus Main-Spessart waren erneut zum närrischen Gedankenaustausch eingeladen.


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Nachdem im letzten Jahr das „Narrentreffen“ im Landratsamt auf große Resonanz gestoßen war, wagte Landrat Thomas Schiebel die Neuauflage - und nach Schildmütze, Krawatte und schwarzer Weste trat er dieses Mal mehr verwegen im orangenen Hawaiihemd samt Blumenkette und Brille im Haar auf.
 
Eingeladen waren 45 Gesellschaften und damit mehr, als offiziell aus dem Landkreis Mitglieder im Fastnachtsverband Unterfranken sind. Die Gesellschaftspräsidenten brachten die jeweiligen Prinzenpaar mit und Landrat Schiebel bekam nicht nur Faschingsorden umgehängt, sondern von den vielen Prinzessinnen auch noch Küsse auf die Backe - die Bussi-Bussi-Gesellschaft gibt es eben nicht nur in der Landeshauptstadt München.
 
Auch diesmal ließ er sich nicht nehmen, die Tollitäten und ihre Begleitung in Reimform zu begrüßen. „Zum jüngsten Schoppen stell ich fest, dass er sich sehr gut trinken lässt. Er bringt zudem zur Gaudi-Zeit rasch Frohsein und viel Heiterkeit“, stellte er in Versform zu seinem Landratsschoppen fest, den er natürlich an seine Gäste ausschenkte. Und dass die Landrats-Faschingssitzung mitten in die Haushaltsdebatten fällt, lässt sich auch aus diesem Vers unschwer erkennen: „Als Faschingsregel 20 - 10 da will ich dann als erstes sehn, dass bleibt konstant die Kreisumlage - und nicht nur für die närrischen Tage!“ Kreiskämmerer Manfred Püchner rief dazu mit Narrenkappe auf dem Kopf aus lautem Mund „helau“.
 
Schiebel erklärte das Landratsamt zur närrischen Zone und wer darf dort nicht fehlen? „Mein Vorzimmer, besetzt mit Damen, ich nenn’ jetzt wirklich keinen Namen - die eine trägt gern ziemlich bunt - sie ist bekannt wie’n bunter Hund. An Fasching zwitschert sie ganz süß: Bin’s Vögeli vom Paradies!“ Vorzimmerchefin Mary Hettrich freute sich schelmisch und schwang mitten im Sitzungssaal das Tanzbein mit dem Frammersbacher Sitzungspräsident Bernd Aull zu den Klängen des Fellener Duos M & M. Schiebel würdigte aber auch die Bedeutung der Faschingsfreunde für das fränkische Brauchtum und bezeichnete sie „als sonnendurchflutete Gipfel des Frohsinns über dem wabbernden Nebel des Alltags“. Und dann erzählte er noch über den (angeblichen) Disput mit der Gleichstellungsbeauftragten zu der Frage, ob der Computer nun eher männlich oder weiblich ist.
 
Die Narren aus Arnstein, Marktheidenfeld, Homburg und Karlstadt hatten zum Dank närrische Nachwuchsakteure mitgebracht, die den Sitzungssaal in eine Faschingsbühne verwandelten: Die zehnjährige Lena Steinkampf und der elfjährige Jonas Kron aus Arnstein wirbelte als Tanzpaar durch den Sitzungssaal, „Frisörlehrling“ Felix Schlembach vom FV Lorbser Marktheidenfeld trägt als Visagist Fassadenfarbe auf. die beiden „Handygirls“ Isabell Stange und Julia Frantz von den „Steeäisel“ Homburg glänzten nicht nur mit einem brillanten Vortrag im Landratsamt, sondern sind am Faschingssonntag im Bayerischen Fernsehen (Wehe, wenn sie losgelassen) zu bewundern. Als Überraschungsgast war das Karlstadter „Schwedenmännle“ Fritz Schmilewski vom Historischen Rathaus gestiegen und hielt eine Büttenrede mit gekonnten Trompeteneinlagen.
 
Selbst Kurt Baumeister, Präsident im Fastnachtsverband Franken Bezirk Unterfranken mit 142 Fastnachtsvereinen, und die beiden Beiräte Michael Metzger und Manfred Wirsching schauten vorbei. Baumeister sprach vom Fasching als schönstem Brauchtum zwischen Weihnachten und Ostern. Solche Narrenzusammenkünfte würden Früchte tragen, weil sich die Vereine untereinander oft gar nicht kennen würden.


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